Der Auftrag führte uns für ein Fashion-Shooting in das oberste Stockwerk eines 90 Jahre alten Hochhauses direkt am Bund in Shanghai.

Die Vorteile waren beeindruckend: Von dort oben hat man eine Vogelperspektive auf die gesamte Uferpromenade des Bund. Die Nachteile waren allerdings erheblich. Uns stand lediglich ein schmaler Korridor zur Verfügung, weniger als 1,2 Meter breit. Dazu kam ein nahezu unaufhörlicher Wind.

Angesichts der beengten Platzverhältnisse und des starken Winds entschied ich mich für kompakte und portable Lichtformer statt großer Modifikatoren wie dem Para. Zum Einsatz kamen unter anderem der P120 Weitwinkel-Reflektor, ein Beauty Dish Reflektor und eine Litepipe P. Alternativ verwendete ich einen Focus 110 Schirm, der auf etwa 70 mm zusammengeklappt war. Außerdem setzte ich eine nackte Blitzröhre mit einer großen 90-cm-Diffusionsfläche direkt davor als Hauptlicht ein.

Das Sonnenlicht an diesem Tag war gnadenlos. Mittags fotografierten wir bei ISO 100 mit Blende f/16. Dank der hohen Leistung des Stelos konnte ich das Sonnenlicht jedoch problemlos überblitzen. Obwohl ich fast die ganze Zeit mit voller Leistung arbeitete, reichte die Akkukapazität des Stelos problemlos für den gesamten Tag.

Die kompakte Bauform des Stelos machte es einfach, die Lichter in dem engen Raum schnell aufzubauen. Für die meisten Aufnahmen reichte ein normales Stativ völlig aus, um ihn stabil zu halten. In den meisten Fällen brauchte ich keinen C-Stand.

Als die Sonne unterging, schaltete ich das LED-Einstelllicht des Stelos ein und stellte die Farbtemperatur auf warm. Dadurch konnte ich die Verschlusszeit verlängern und das warme, kontinuierliche LED-Licht mit dem weißen Blitzlicht mischen. Dank der extrem kurzen Blitzdauer des Stelos musste ich mir trotz der längeren Verschlusszeit keine Sorgen über Verwacklungen oder Bewegungsunschärfe machen.

Der Stelos ist zweifellos eine der überzeugendsten Bauformen für Blitzfotografie und eine ideale Lösung für professionelle Fotografen, die on location arbeiten.
